Sekundäre Rhinoplastik – Die zweite Chance zu einer schönen Nase
In einem Beitrag habe ich gelesen, daß 60 Millionen Amerikaner mit dem Aussehen ihrer Nase unzufrieden sind. Niergends konnte ich einen Aufschluss darüber finden, wie viele mit dem Aussehen ihrer operierten Nase, nicht zufrieden sind.

Ästhetische Nasenoperation, Rhinoplastik, hat in der ästhetischen Chirurgie die größte Nachfrage. Sie wird von verschiedenen Spezialisten durchgeführt – vor allem plastischen Chirurgen, aber auch Kiefer Chirurgen und ORL-Spezialisten, und so geschieht es, daß die ästhetischen Resultate nicht das erwartete Resultat liefern. Leider, bei Nasenoperationen gibt es keinen Platz für Fehler, wegen seiner zentralen Lage am Gesicht, komplexer dreidimensionaler Form und oft unvorsehbarer Zuheilung. Aus diesem Grund bleiben, sogar nach der Arbeit der besten Chirurgen, manchmal sekundäre Deformitäten der Nase nach der Operation.
Was beeinflusst das endgültige Aussehen der Nase: das Anfangsaussehen welches der Grund ist warum der Patient zum Doktor kam, die Kommunikation zwischen Chirurg und Patient, das Theoriewissen des Chirurgen, die Planung und das Können des Ausführens der Operation, weiters der postoperative Verlauf und die Verheilung. Damit die Nase ein schönes Aussehen bekommt, muß all das vollkommen stimmen.
Da, zu mir oft Patientinnen zur Reoperation kommen, bei denen an einer anderen Stelle die Operation vorgenommen wurde, ersehe ich daraus, daß es da zwei Problemstufen gibt.
In der ersten fällt eine nicht genügend operierte Nase. In solchen Fällen ist nicht genügend Gewebe, Knorpel oder Knochen enfernt worden und es ist notwendig eine komplette Rhinoplastik vorzunehmen, dabei auf die Narben (Wunden) des vorhergehenden Eingriffes achtend. Das liegt im Domain des plastischen Chirurgen und man kann obwohl die Anatomie verändert ist gute Resultate erwarten,.
Ein viel größeres Problem stellt eine „überoperierte“ Nase dar, wenn mehr Gewebe entfernt oder geschädigt wurde als es notwendig notwendig gewesen ist. Dann muß auch ein rekonstruktiver Eingriff vorgenommen werden, sei es die Verformung, Verschiebung oder Zugabe von Knorpel welcher die Deformität korriegieren wird. Oft kann man sehen, daß zuviel der Nasenbrücke entfernt wurde und nicht gut genug gemachte Nasenspitze – typische „Skischanze“ welche vorsichtig korriegiert werden muß, durch das Entnehmen oder die Zugabe von Gewebe.
Nach welcher Zeitspanne sollte man an eine sekundäre Rhinoplastik denken?
Man sollte wenigstens 6 Monate darauf warten, ich empfehle sogar 1 ganzes Jahr. Während dieser Zeit ist das Gewebe verheilt, die Nase hat ihr endgültiges Aussehen bekommen, und die Vaskularisation hat sich noramlisiert.
Was kann man von einer sekundären Operation erwarten:
Ein besseres Aussehen, aber keineswegs eines aus den Zeitschriften. In der sekundären Operation gibt es immer Einschränkungen und man darf keine Wunder erwarten, obwohl sie auch geschehen.
Abhängig vom Aussehen der Nase nach der ersten Operation, und die Wünsche des Patienten in Anbetracht ziehend, wird entschieden ob eine sekundäre Operation der Nase vorgenommen wird. Generell, alles was nicht vollkommen ist verdient Verbesserung, aber nur wenn die Möglichkeit zur Korrektur groß ist und die Chancen zu einerVerschlechterung der Lage sehr klein sind. Auf alle Fälle ist es immer ein komplexer Eingriff, und es muß hier gesagt werden, daß viele Chirurgen vermeiden es zu tun.
Anstatt einer Zusammenfassung ist hier ein Bild einer Patientin bei der ich eine Reoperation vorgenomman habe und ein Bild aus einem lange veröffentlichen Buch über Nasenoperationen.