Ethik und ästhetische Chirurgie

Die Nachfrage nach ästhetischen Chirurgie-Dienstleistungen, zeichnet mit der Änderung der globalen Kultur und dem Anstieg der Notwendigkeit des guten Aussehens, einen ständigen Wuchs. Zur gleichen Zeit kam es zu wesentlichen ethischen Diskussionen bezüglich ästhetischer Eingriffe. Wer, wann und wie oft darf und sollte operiert werden, sollte man immer den Wunsch des Patienten erfüllen oder sollte man einige ablehnen?

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Das Grundprinzip der modernen medizinischen Ethik ist

1. Die Autonomie (Selbstentscheidung ) des Patienten, unter welcher verstanden wird, daß jede Person das unbestrittene Recht über ihre Zukunft zu bestimmen hat.

2. Die Pflicht des Arztes zum Vorteil des Patienten zu handeln.

3. Die Pflicht des Arztes den Patienten nicht zu schädigen (primum non nocere), erst danach kommt die Heilung.

Erwachsene Personen haben das Recht zu entscheiden, ob sie sich einer chirurgischen Prozedure unterwerfen wollen oder nicht. Der Wunsch des Patienten muß berücksichtigt werden, aber der Chirurg ist derjenige der ihm die möglichen Vorteile aber auch Risiken und Nachteile des chirurgischen Eingriffes, erklären muß.

Diese Prinzipe gelten insbesondere für ästhetische Eingriffe. Im Fall, daß die ästhetische Prozedure, langfristige unerwünschte Effekte haben könnte, steht das Recht des Patienten auf Autonomie im gegensatz zum Standpunkt, daß der Patient nicht geschädigt wird. Viele Patienten fühlen sich wegen ihres Aussehens wirklich schlecht und ihnen wird durch die ästhetische Chirurgie viel geholfen. Das Problem stellt die Präokkupation von nicht bestehenden oder unwesentlichen Unvollkommenheiten dar, Besorgnis und Besessenheit. Solche Patienten wiederholen oft ästhetische Operationen.

Solche Patienten dürfen nicht gleichgesetzt werden mit Patienten welche eindeutig definierte Wünsche zu einem auffälligen Aussehen haben, welches den Normen der Gesellschaft nicht entspricht. Typische Beispiele dafür sind „überoperierte“ Starletten welche die Brustoperationen wiederholen und immer größere Implantate einsetzen, oder welche sich in den Lippen große Mengen von Füllern einspritzen lassen.

Jeder ästhetische Chirurg hat eine betimmte Anzahl von Patienten die er ablehnt zu operieren. Wenn er zum Beispiel der Ansicht ist, daß die gewünschte Operation nicht im Interesse des Patienten ist, das heißt wenn sie ethisch nicht akzeptierbar ist oder, wenn der Patient nicht reale Erwartungen hat. Ich bin der Auffassung, daß jeder ästhetische Chirurg die Plicht hat an erster Stelle Arzt zu sein, und an zweiter kommt das Chirurgsein, daß er nur auf diese Weise seine Operationen planen darf, und nicht erlauben darf, daß ästhetische Chirurgie zur Ware wird die billig zu erwerben ist. In meiner Arbeit bemühe ich mich die Patienten aufmerksam über ihre Wünsche anzuhören und ihnen auf die bestmögliche Art und Weise entgegenzukommen. Meine Patienten schätzen es sehr, daß ich ein Verfächter des „unoperierten“ natürlichen Aussehens bin, daß ihr Aussehen nach dem Klinikaufentahlt keine unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich zieht und sie glücklich macht. Ein großer Prozentsatz meiner Patientinnen äußert den Wunsch, Brüste zu haben bei denen es nicht erkennbar ist, daß sie Silikone beinhalten, auch nicht auf dem Strand. Weltweit besteht der Trend zum natürlichen Aussehen und die meisten Operationen die ich durchführe haben das als Ziel und auch diesen Effekt. Ein auffalendes „plastisches“ Aussehen welches die Aufmerksamkeit der Medien anzieht, mit großer Anzahl von Kommentaren der Leser, ist eine Ausnahme die der ästhetischen Chirurgie nur schadet und für schlechte Publizität sorgt.

Falls Sie Fragen, oder Kommentare bezüglich des Textes haben, können Sie sie hier stellen oder auf die bekannte e-mail Adresse.

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